Wo führt das alles hin?

Ich fühle mich hilflos. Und doch bin ich fest davon überzeugt, das meine Meinung die richtige ist. Es geht um die Welt - um das "Volk" und um das, was aktuell passiert.

Seit ich auf der Welt bin ist viel passiert. Da war die DDR, die ich als Kind als nicht allzu schlimm wahrgenommen habe - wohl auch, weil ich in einer Familie aufgewachsen bin, die nie "aufgemuckt" hat. Ich war 9 1/2 Jahre, als die Mauer in Berlin fiel und sich alles irgendwie änderte.

Dann kam gut 2 Jahre später der Golfkrieg. Mit 11 war das für uns eine schreckliche Zeit, im Fernsehen wurden Ängste geschürt und auch der Blick auf die Landkarte gab nicht wirklich Sicherheit. Überhaupt war die Zeit zwischen 1991 - 1995 sehr unruhig. Auch die Krise rund um Jugoslawien nahm seinen Lauf.

Ich kam 1996 aus der Schule und hatte lange Zeit das Gefühl - auf der Welt herrscht Frieden. Dabei habe ich wohl vergessen, das Frieden etwas total unnatürliches ist.

Und dann kam 2001.

Der 11-09. Wohl jeder weiss, wo er in diesem Moment war, als die Nachricht von dem Anschlag auf New York über den Fernseher lief. Und im Nachhinein scheint es mir, als sei dies der Moment gewesen, in dem eine Büchse der Pandora geöffnet wurde, die zu verschließen nahezu unmöglich ist.

Kriege im nahem Osten, Unruhen, Konflikte zwischen den Religionen, Anschläge, Radikale Gruppierungen und traumatisierte Menschen (und damit meine ich sowohl Flüchtlinge als auch Soldaten). Ich will wegschauen und kann es doch nicht. Besonders wenn es Menschen betrifft, die ich selbst kenne.



Und da sind wir jetzt. In 2016. Und ich versuche jeden Tag in Frieden zu genießen. Denn ich bin mir sicher - irgendwann knallt es. Und dann sind wir leider wieder mittendrin.

Wir Menschen halten uns für die intelligenteste Spezies - und dennoch machen wir immer wieder die selben Fehler. Und das von Anfang an.

Ich lebe in einer Gesellschaft, in der ich dazu erzogen wurde, meine Meinung zu sagen. Und doch habe ich derzeit das Gefühl, dies ist mir und anderen nicht mehr erlaubt. Man ist ein "Gutmensch" weil man nicht an die Parolen von rechtsgerichteten Parteien glaubt. Politiker, die Menschen von Menschen nur aufgrund von Hautfarbe, Religion und Geschlecht bewerten wollen. Ich will das nicht.

Für mich ist die Sache ganz klar. Ich will Frieden. Für Jedermann!

Wer Protest wählt - der mag zwar kurzzeitig befriedigt sein - weil er dem schweren Politikklotz vors Knie gepinkelt hat - aber ehrlich? Auf Dauer ist das echt dumm. Wenn Menschen an die Macht kommen, die nur aus Hass bestehen, wo kommen wir denn dann hin? Wenn Menschen an die Macht kommen, die sowieso alles besser können - dann will ich Beweise sehen. Denn ich finde - so viel hat sich nicht geändert. Oder ist schlechter geworden.

Ich kenne auch heute, gut 1 1/2 Jahre nach dem großen Flüchtlingschaos niemanden, der genau deswegen jetzt unter der Brücke schlafen muss. Und ich kenne auch unter den vielen Menschen im meinem Freundeskreis niemanden, der von bösen schwarzen Männern misshandelt wurde. Scheisse passiert - aber ich will nicht daran Schuld sein eine ganz große Scheisse verzapft zu haben.

Die Frau, die sich unsere Kanzlerin nennt, hat sicher nie alles richtig gemacht, aber mal ehrlich - wer kann das von sich behaupten? Sie kämpft darum, es allen irgendwie recht zu machen -  und zerbricht daran. Ich beneide sie nicht und bin doch froh, das sie stetig bei ihrer Linie bleibt. Kompromisse sind mir lieber als noch mehr Chaos.

Heute will jeder immer mehr. Noch ein tolleres Auto, noch ein coolerer Fernseher. Ach und noch mehr Geld. Mir sind die Sachen egal. Ich wünsche mir ein langes Leben. Ein Leben, in dem ich nicht Angst haben muss, das mich irgendein Irrer umbringt - weil ich vielleicht nicht seiner Meinung bin.

Das schlimme - Ich habe das Gefühl - genau dorthin steuern wir.

Also ihr lieben Diktatoren und Herrscher da draußen. Reisst euch zusammen. Und so ein Schluck Wodka hilft auch gegen so manchen Frust! Oder wir machen Karaoke. Ihr dürft auch die Songs auswählen.



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