Review: Silver Linings

Ein trüber, verregneter Tag. Perfekt, um sich in einen gemütlichen Kinosessel zu verkriechen und einen der zahlreichen Filme der Nachweihnachtszeit anzuschauen. Die meisten Movies jedoch sind entweder nicht so mein Fall oder kommen zu Zeiten, an denen ich noch Kaffeekränzchen mache. Aus Mangel an Angebot blieb uns für die Halbacht-Vorstellung also nur Skyfall oder Silver Linings. Von zweiterem hatte ich noch gar nichts gehört, aber der Text und auch der Trailer zum Film machte mich dann doch recht neugierig.... Meine Cinestargutscheine wurden also für diesen Film eingelöst und wieder erwartens war der Kinosaal richtig gut gefüllt.

Kurz zur Geschichte: Ein psychisch labiler Typ namens Pat kommt erst mal 8 Monate in die Klapse, weil er wohl ziemlich ausgetickt ist, als er seine Frau beim Fremdgehen erwischte. Nach diesen Monaten holt ihn dann Mama aus der Nervenheilanstalt ab. Er glaubt natürlich nach wie vor, das seine Frau ihn noch liebt, darf sich ihr aber nicht mehr nähern. Der Weg zu seiner Frau, die er unbedingt zurückerobern will, führt aber über die ebenfalls psychisch labile Tiffany, die unbedingt einen Tanzpartner braucht. Und dann ist da noch Pats wettsüchtiger Vater, der seinen Sohn als Glücksbringer ansieht, und sein Psychotherapeut, der 1000 tolle Vorschläge auf Lager hat. Und noch jede Menge anderer Protagonisten, die aber irgendwie alle so ein bissl bala bala sind. 

Hach ja, was soll ich zu dem Film sagen. Er hat mich überrascht. Positiv. Ich habe gelacht, mitgelitten, hab mich gefreut und gebangt. Genau das sollte ein Film auch mit mir machen. Mich mitreisen. Der Film hatte so was von Dirty Dancing für Labile Menschen. Nun ja, zumindest wegen dem Tanzen. Bradley Cooper (Pat), Robert de Niro (als neurotischer und wettsüchtiger Vater) und Jennifer Lawrence (Tiffany) haben ihre Sache super gemacht, den großen Charm in diesem Film machen aber die zahlreichen Nebenrollen aus. Da ist der Junge aus dem Nachbarhaus, der klingelt und ein Interview mit dem Typen aus der Klapse machen will, da ist der Psychologe, der sich als Footballfan outet oder der beste Freund von Pat, der sich von seinem psychisch labilen Freund psychologische Hilfe abholt. Ein Film mit Tiefgang und einer gehörigen Portion Ironie und Witz. Sehr nach meinem Geschmack und auf jeden Fall einen Kinobesuch wert!!!

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