Störungen im Betriebsablauf und andere Erlebnisse bei der Deutschen Bahn...

Liebe Deutsche Bahn,
Zwischen uns beiden, das ist so eine Hassliebe. Wie so oft in diesem Jahr war ich auch heute wieder unterwegs. Es ging von Düsseldorf Richtung Hannover und wie so häufig hast du mir auch dieses Mal ein DB-Abenteuer nicht erspart. Polizeieinsatz in Düsseldorf, entgleister Güterzug in der Nähe von Hamm und Verzögerungen im Betriebsablauf in Hannover. Seis drum, die eine Stunde, die ich länger unterwegs war, sei dir verziehen, ich hatte es ja diesmal nicht so wirklich eilig.

Auch was die Preise angeht, kann ich mich eigentlich nicht beschweren. Du hast mich noch nie wirklich abgeschröpft, aber mir dennoch schon oft einige Nerven gekostet. In diesem Jahr hab ich mehr als 1 1/2 Wochen (am Stück gerechnet) in deinem Schoß verbracht und ich glaube, schon bald kann ich meinen Abschluss als Verhaltensforscher machen. 

Was in deutschen Zügen (und wahrscheinlich nicht nur dort) unterwegs ist, kann für mehr Amüsement sorgen als alle Reality Soaps im deutschen Privatfernsehen zusammen. Fremdschämen ist leider vor allen in Regionalzügen an der Tagesordnung. Wer will schon wissen, ob der Nachbar eine Furunkel am Allerwertesten hat, oder ob der kleine Jeremy heute abend Fernsehverbot bekommt? Mithören lässt sich leider nicht vermeiden, weil gerade die Geschichten so laut erzählt werden, das ein jeder es mitbekommt (Gott hat dafür Kopfhörer erfunden, ich weiss :D). Ich selbst bin dann ja immer begeistert über die Engelsgeduld der "Zugbegleiter". Bei so manchem Fahr-Gast währe mir sicherlich schon die Hutschnur hochgegangen.

Was meine Verspätungsstatistik angeht, so habe ich insgesamt dieses Jahr sicherlich schon 9 Stunden auf dich warten müssen. Ich war so manches mal ziemlich sauer, unterkühlt oder einfach nur totmüde (nachts halb 11 auf dem Kölner Bahnhof im November ist halt nicht so toll, musst du wissen). Eines jedoch muss ich dir lassen, nach Hause gebracht hast du mich irgendwie immer wieder...

Die Störungen im Betriebsablauf, Nunja, so gerne würde ich doch wissen, wobei es sich darum handelt.... Ist der rechte kleine Zeh vom Zugführer eingeschlafen oder hat der Stellwerksleiter sein Käsebrötchen noch nicht fertig aufgegessen ? Oder drängelt sich dann mal wieder so ein doofer Güterzug vor (ich dachte die müssen immer auf die Personen warten ?) und blockiert die Strecke ? 

Deine Bahnhöfe, da gibt es für mich auch ein ziemliches Auf und Ab. Wuppertal zum Beispiel geht gar nicht. Der Bahnhof wirkt an einigen Stellen, als würde er gleich in sich zusammenfallen. Total überfordert beeindruckt hat mich der Berliner Hauptbahnhof. Schon ziemlich abgespaced, aber auch echt ein Zeitfresser. Wenn man oben ankommt und unten umsteigen muss, und das in nur wenigen Minuten, nun ja, dann kann man es gleich sein lassen. Ganz gut finde ich den Bahnhof in Hamburg, warum weiss ich eigentlich auch nicht...

Ich glaube, wir beide... Du und ich... werden auch im kommenden Jahr wieder viel Zeit miteinander verbringen. Vielleicht auch wieder Auslandsreisen (Niederlande, Polen oder hinauf nach Dänemark). Ich lass mich da von dir überraschen. Denn ohne dich... auch wenn du manchmal nervst... ists auch irgendwie doof...

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