Ich mach mal ne Extraschicht... Teil 3

Kommen wir nun zum letzten Teil meiner Reportage zur diesjährigen Extraschicht. Mit dem Aquarius Wasserturm in Mühlheim und dem Gasometer in Oberhausen habe ich euch ja schon zwei meiner Locations vorgestellt und will euch in diesem Bericht die letzten beiden Locations etwas näher bringen.

Kommen wir zuerst zu der Location, von der ich leider aufgrund von Chemie-keine Fotos machen konnte. Ich war im Chemiepark Marl. Dort gab es vor ein paar Monaten ja einen schlimmen Unfall (Anja von Awi-Blog.de berichtete), bei dem zwei Arbeiter ums Leben gekommen sind. Dennoch konnten wir uns das Chemiewerk anschauen und wurden mit einem schicken Reisebus durch die Straßen des Chemiewerkes gefahren. Dort wurde uns auch erzählt, das das Granulat, was in Windeln das Wasser aufhält, unter anderen im Marl hergestellt wird. 

Neben zahlreichen Informationen über die Wasser & Energieversorgung, über angesiedelte Unternehmen und die Produkte die hergestellt werden, wurde uns dann auch noch ein Blick vom Dach des höchsten Bürogebäudes (9 Stockwerke) des Werkes genehmigt. Von hier konnte man nicht nur den Chemiepark Marl, sondern auch die naheliegenden Regionen erahnen. Unsere Tour war die letzte, wir waren knapp 1:30 Uhr wieder zurück, dennoch hatten wir den Eindruck, das auch um diese Uhrzeit die Mitarbeiter mit viel Leidenschaft jede Frage beantwortet haben.

Im Rahmen der Route der Industriekultur kann man den Chemiepark Marl auch außerhalb der Extraschicht besuchen. Wann und wo könnt ihr auf der Homepage erfahren.

Zu guter letzt kommen wir zum jüngsten der besichtigten Locations. Die Spannbandbrücke „Slinky springs to fame“ am Schloss Oberhausen wurde erst im Jahre 2011 eingeweiht und vor kurzem sogar mit dem Stahl-Innovationspreis 2012 ausgezeichnet. Die Brücke führt über den Rhein-Herne-Kanal und soll Fußgängern und Radfahrern zur besseren Erreichbarkeit der Emscherinseln auf der anderen Seite des Kanales dienen. 

Eine riesige Spirale windet sich um den farbig gestalteten Flußübergang , der so gar nicht "Brückenhaft" wirkt. Es geht auf und ab, ist unstetig und kunterbunt. Interessant ist hier auch die Beweglichkeit der Stalgerüstes. Dieses schwingt mit, ohne jedoch instabil zu wirken und man kommt sich vor wie in einem Wellengang. Im Rahmen der Extraschicht wurden unterhalb der Brücke Theaterstücke aufgeführt und alles toll beleuchtet. Am Schloss, welches nur 2 Gehminuten entfernt ist, fand ein toller Japanischer Drachentanz statt und auch die Ausstellungen im Inneren des Schlosses waren begehbar. All das gibt es natürlich auch außerhalb der Extraschicht zu besichtigen. Mehr Infos darüber findet ihr auf der Oberhausen-er Sehenswürdigkeiten-Info-Seite

Übrigens ist diese Brücke mit einer kleinen Wanderung von ca. 20 Minuten auch prima vom Gasometer per Fuß zu erreichen. Vom Gasometer durch den Wald, und dann immer links am Rhein-Herne-Kanal entlang.

Insgesamt fand ich die Extraschicht wirklich toll, würde mir nur eine bessere Organisation in Sachen Öffentliche Verkehrsmittel wünschen. Einen engeren Takt der Fahrzeuge und das bis tief in die Nacht, und wir hätten noch viel mehr anschauen können...

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