Sonntag, 31. Juli 2011

WIEN IN KNAPP 24 STUNDEN

Opernball, Fiaker, Sissi und Sachertorte... Das waren so die Dinge, die ich vor dem letzten Wochenende von Wien kannte. Das diese Stadt in Österreich soviel mehr zu bieten hat, und was ich so in knapp 24 Stunden dort erleben durfte, werde ich euch in folgendem Bericht niederschreiben.

Kutschfahrt am Petersdom
Freitag: Ankunft in Wien mit NIKI-Airlines. Der Flug war ruhig, am Flughafen erwartete uns ziemliches Regenwetter und auch die Gepäckausgabe dauerte gefühlte Stunden. Zumindest gab es gratis Regencapes am Flughafen. Auch eine Information befindet sich direkt an der Gepäckausgabe. Wir haben uns gleich mal die WIEN-CARD gekaufe. 18,50 Euro kostet das Teil und damit könnt ihr innerhalb von Wien  knapp 3 Tage umherfahren und bekommt immer mal wieder nette Rabatte. Wenn ihr Studenten seit, lohnt sich der Kauf für euch nicht wirklich, da die Rabatte ähnlich sind. Der Bus in die Stadt kostet mit dem Rabatt 6 Euro und dauert ca. 40 min und in der Rush-Hour schon mal 70 Minuten. Es gibt übrigens noch einen günstigeren Weg in die Stadt. Und zwar könnt ihr mit der S(Bahn) 7 direkt vom Flughafen in die Innenstadt fahren und zahlt einen Aufpreis von knapp 2 Euro. Nun, der Bus fuhr uns dafür direkt an den Westbahnhof. Wenn ihr günstig nächtigen wollt, so empfehle ich euch, dort eine Unterkunft zu finden. Wir waren im Accor Ibis Mariahilf. Das Zimmer war sauber, das Hotel ganz nett, da es aber 12 Etagen hat, sollte man keine absolute Ruhe und Entspannung zu erwarten. Aber für knapp 150 Euro zu dritt für zwei Nächte kann man wirklich nichts sagen. 


Schönbrunn Garten
Das Frühstück haben wir uns gespart, wenn schon in Wien, dann Frühstück in einem Café. Direkt gegenüber des Hotels gibt es eine schöne Kirche, die man sich auch mal anschauen kann. 

Am Platz gibt es dann auch Restaurants, Cafes und demnächst auch ein großes Einkaufszentrum. In die Stadt kommt ihr am besten mit der U-Bahn. So allgemein ist es die schnellste Verbindung in die Innenstadt und auch nach Schönbrunn. Falls ihr Zeit habt, könnt ihr im gut ausgebauten Verkehrsnetz auch mit der Strassenbahn fahren. Am ersten Abend speissten wir im Hotel. Das Restaurant war recht gut, das Essen sehr lecker und ich habe mir eine Jugendbrause gegönnt. Jugendbrause ist z.b. Himbeerbrause, Spezi, Zitronenbrause, welche ihr als Flasche serviert bekommt und für die Menge echt günstig ist (ca. 2-3 Euro). 


Schloss Schönbrunn von Oben
Samstag: Am Samstag war das Wetter etwas stabiler und am morgen gönnten wir uns in einem Cafe in der Innenstadt ein Stück Kuchen und eine Wiener Melange (mit Wasser). Wir haben aufgrund der geringen Zeit auf Museumsbesuche verzichtet. Ein Besuch im Petersdom sollte aber unbedingt drin sein, eine architektonische und handwerkliche Meisterleistung. Viele Details rauben hier viel Zeit. Direkt neben dem Petersdom stehen übrigens die berühmten Fiaker. Da meine Mutter sich eine solche Kutschfahrt gewünscht hat, buchten wir für 65 Euro eine solche. Die Preise sind überall gleich, und da immer eine Kutsche da ist, braucht ihr auch nicht wirklich vorbestellen. Unsere Kutschfahrt dauerte eine Stunde lang und führte uns durch die Spanische Hoftreitschule, an div. klassischen Gebäuden, Rathaus vorbei. 


Riesenrad
Man kann den Kutscher übrigens ruhig allerhand Sachen fragen, schließlich ist er euer Fremdenführer für eine Stunde. Auch ein Foto nach der Kutschfahrt hat er von uns gemacht. Es war ein tolles Erlebnis, eine Stunde auf einer Kutsche unterwegs zu sein und ich habe viele Fotos aus der Stadt machen können. Anschließend ging es auf den Prater. Der Prater ist so etwas wie eine langfristig angelegte Kirmes-Gesellschaft, ihr habt hier Autoscooter, Riesenrad, Kettenkarusell (sogar das höchste der Welt), Schiessbuden und vieles mehr. Ein besonderer Ort ist jedoch das klassiche Kettenkarusell, welches sich rechts neben dem Eingang befindet. Der Eintritt ist hier mit knapp 7,50 Euro recht teuer, aber mit der Wien-Karte könnt ihr auch hier sparen. Wir haben auch ein Foto machen lassen, dieses kostete 8 Euro pro Foto, war uns den Spaß aber wert. Leider fährt das Riesenrad nur eine Runde mit euch, da es aber sehr langsam geht, habt ihr ausreichend Zeit,um euch Wien und den Prater von Oben zu bestaunen. Es sind nur vereinzelte Kabinen zur Massennutzung vorgesehen, in den anderen könnt ihr z.b. Candle Light Dinnieren oder ihr könnt sie für sonstige Events nutzen. 


Auf dem Prater
Die Preise der anderen Events auf dem Jahrmarkt halten sich übrigens mit 2-4 Euro absolut im Rahmen. Wenn ihr mit der Wienkarte ins "Daytona Beach" geht, bekommt ihr dort auch ein Rabattheft, mit dem ihr noch einmal zusätzlich sparen könnt. Nach einer Fahrt mit dem größten Riesenrad der Welt und einigen lustigen Fotos mit Figuren setzen wir unsere Reise durch Wien fort. Nach einem kurzen Regenschauer am Donau Kanal entlang haben wir uns dann per Straßenbahn zum Hundertwasserhaus begeben. Das Haus ist einen "Fotobesuch" wert, im Visitorcenter gibt es dann sogar eine Toilettenanlagen in Hundertwasserart (Eintritt fürs Geschäft: 0,60 Ct) Tolle Bilder vom Hunterwasserhaus bekommt ihr in der Galerie direkt neben dem Haus. Hinein dürft ihr übrigens nicht gehen, das Haus ist nur seinen Mieter und deren Gästen vorenthalten... Nun fehlte uns nur noch eines der Ziele - SCHLOSS SCHÖNBRUNN -. Mit der U-Bahn seit ihr in einer knappen viertel Stunde dort. Nur noch über zwei Ampeln und schon gehts hinein in den großen Garten. Die Anlagen sind sauber, voller grün und zahlreichen Pflanzen und falls ihr Zeit und Lust habt, könnt ihr entweder das Schloss, einen Irrgarten-Park oder den Wiener Zoo besuchen. Wir haben uns für den Irrgarten entschieden, hier gibt es mit der Wien-Karte nochmals Rabatt. Man stellt sich den gang ja recht einfach vor, aber so ein Irrgarten hat schon seine Tücken. Auch das Zuschauen, wie sich Leute immer wieder verliefen und schließlich entnervt aufgaben, war schon interessant anzusehen :D. Dann ging es noch den Berg hinauf zur Gloriette, von dort hat man einen super Ausblick. Der Weg war schon ein wenig anstrengend, so das wir uns im Restaurant direkt am Eingangstour eine kleine Stärkung genehmigten. Zurück ins Hotel und Abends dann noch in die Kneippe "Freiraum". Hier kann man ein halbes Vermögen lassen, das Ambiente ist aber richtig schick und der Laden gut besucht.


Hundertwasserhaus
Sonntag: Neben Frühstück und Souvenirkauf haben wir am Sonntag nicht mehr wirklich viel gemacht. Am Flughafen gibt es eine kleine Shoppingmeile mit zahlreichen Designern. Falls ihr bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts für eure Lieben daheim habt, so könnt ihr euch hier noch allerhand tolles besorgen. (z.b. eine Sachertorte (klein) für 14,99 Euro).
Ich werde sicherlich noch mal nach Wien kommen, die Stadt hat so viel zu bieten, das man dies nicht an einem Wochenende schafft...

Wenn ihr noch mehr über Wien erfahren wollt, schaut doch auch mal auf andere Reiseberichte, wie z.b. den von Travelontoast oder von Heimatherz